Endlich wird es Frühling, wir sind alle wieder mehr draußen und die Temperaturen am Tage erreichen zum Teil bereits den zweistelligen Bereich. Über dieses Frühlingserwachen freuen sich nicht nur Mensch und Haustier, sondern auch manch unliebsamer Parasit, der unsere Hunde und Katzen befallen kann. Dies nehmen wir zum Anlass, Ihr Wissen über die wichtigsten Parasiten aufzufrischen.

Endoparasiten (Würmer)

Endoparasiten leben im Inneren des Körpers ihres Wirtes, zumeist im Darm, teilweise jedoch auch in anderen Organen. Hunde, Katzen und andere Haustiere können sich überall in der Umwelt mit Würmern infizieren. Dies passiert beim Schnüffeln im Gras oder beim Fressen von Unerwünschtem und lässt sich bei Spaziergängen mit oder ohne Freilauf kaum vermeiden. Selbst im Stadtpark oder im eigenen Garten sind Infektionen möglich. Da sich auch Menschen mit Darmparasiten anstecken und in einigen Fällen ernsthafte Erkrankungen entwickeln können, sollte insbesondere in Haushalten mit Kindern auf regelmäßige Entwurmungen der Haustiere großer Wert gelegt werden.In der folgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Magen-Darm-Parasiten mit Übertragungsweg und einigen Besonderheiten.

* Zoonose: Infektionskrankheit, die vom Tier auf den Menschen und vom Menschen auf Tiere übertragen werden kann.

Wie oft sollte Ihr Tier gegen Würmer behandelt werden?

Die Frequenz der Entwurmungen hängt sehr stark von der Lebensweise und der damit verbundenen Infektionsgefahr sowie von der Höhe des Risikos, Menschen anzustecken, ab. Auf der Website der ESCCAP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites) finden Sie einen Test, mit dem Sie die von Experten für Ihr Tier empfohlene individuelle Behandlungsfrequenz ermitteln können.Alternativ zu prophylaktischen Entwurmungen können Sie alle drei Monate eine 3-Tages-Sammelkotprobe bei uns zur Untersuchung abgeben. Hierfür sammeln Sie bitte an drei aufeinanderfolgenden Tagen etwas Kot von Ihrem Hund oder Ihrer Katze in einem Gefäß und bringen Sie dieses nach Gewinnung der letzten Probe umgehend in unsere Klinik. Wir möchten Sie allerdings darauf hinweisen, dass diese Untersuchungen keine 100%-ige Sicherheit bieten, dass Ihr Liebling tatsächlich komplett wurmfrei ist.

Ektoparasiten (Zecken und Flöhe)

Flöhe

Flöhe leben auf unseren Hunden und Katzen. Ein Flohweibchen legt dort täglich etwa 40 bis 50 Eier. Diese rollen vom Wirtstier herunter auf den Boden, wo sie sich zu Larven entwickeln. Die Larven ernähren sich vom Kot der erwachsenen Flöhe und verstecken sich überall dort, wo es angenehm dunkel ist (Teppiche, Ritzen, Laub etc.). Nach mehreren Entwicklungsschritten verpuppt sich die Larve in einem Kokon, in dem der Parasit mehrere Monate überdauern kann. Wenn eine Erschütterung durch ein vorbeilaufendes Wirtstier entsteht, kann der Floh sich rasch aus seiner Verpuppung befreien und durch einen bis zu 45 cm weiten Sprung seinen neuen Wirt, einen Hund oder eine Katze, aber auch einen Menschen befallen.

Mögliche Folgeerkrankungen eines Flohbefalls

Ein Flohbefall bei Hund und Katze ist nicht nur lästig und unangenehm, sondern kann zur Ausbildung einer Flohspeichelallergie mit generalisiertem Juckreiz sowie zu einer Übertragung von Bandwürmern führen. Flöhe sind das ganze Jahr über auf dem Hund und der Katze aktiv, daher sollten Sie unbedingt ganzjährig für entsprechenden Flohschutz sorgen.

Zecken

Die in Deutschland vorkommenden Zecken werden leider in vielen Regionen nicht mehr durch kräftigen Dauerfrost abgetötet. Ab einer Temperatur von etwa 6° C werden sie aktiv. In Mitteleuropa kommen neben dem Gemeinen Holzbock die Auwaldzecke und die Braune Hundezecke vor. Die meisten Zeckenarten halten sich vor allem in Waldregionen mit dichtem Unterholz auf, sind aber auch in Parks, im heimischen Garten und auf Wiesen oder Grünstreifen zu finden. Die Braune Hundezecke kann sich sogar in Häusern vermehren und so auch einen harten Winter überleben.

Mögliche von Zecken übertragene Erkrankungen

Zecken saugen Blut von ihrem Wirtstier und vergrößern so ihren Umfang auf ein Vielfaches. Das ist nicht nur unangenehm für Ihr Haustier, sondern aufgrund der Möglichkeit einer Übertragung von Krankheiten wie FSME (Frühsommermeningoenzephalitis) und Borreliose, die auch Menschen bekommen können, außerdem sehr gefährlich. Bei Hund und Katze sind zudem weitere Vektorkrankheiten wie die Anaplasmose, die Babesiose und die Ehrlichiose mögliche dramatische und langwierige Folgen eines Zeckenbisses.

Bedingt durch die Klimaerwärmung sind Flöhe und Zeckendas ganze Jahr über aktiv. Daher sollte man Hunde und Katzen das ganze Jahr hindurch gegen Flöhe und Zecken schützen. Wir beraten Sie gern zu den unterschiedlichen Möglichkeiten eines effektiven Schutzes für Ihren Liebling. Außerdem halten wir für Sie einen Parasitenpass bereit, der Ihnen hilft, keine Parasitenbehandlung mehr zu vergessen. Sprechen Sie uns an!