In den letzten Jahren erfreuen sich Reptilien wie Echsen (z. B. Bartagamen), Schlangen und andere Exoten wie bestimmte hübsch anzusehende Frösche immer größerer Beliebtheit. Bei ihrer Haltung und Ernährung gibt es tierartspezifisch Vieles zu beachten. Daher ist es zwingend notwendig, sich vor ihrer Anschaffung eingehend über ihre besonderen Ansprüche informieren, um Erkrankungen und einen frühzeitigen Tod durch Haltungsfehler zu verhindern. Auch das Wachstum der Tiere ist zu berücksichtigen. So kann ein als Jungtier gekaufter Grüner Leguan mit 20 Zentimeter Körperlänge ausgewachsen bis zu zwei Meter messen.

Exoten sind Wildtiere

Diese Tierarten sind und bleiben Wildtiere, die sich nur sehr begrenzt an den Menschen gewöhnen und nur sehr eingeschränkt zahm werden. Sie eignen sich nicht zum „Kuscheln“ oder für intensive Interaktionen, denn in der Regel bedeutet jedes Anfassen durch den Menschen Stress für diese empfindlichen Tiere. Sie werden daher auch gern als „Beobachtungstiere“ bezeichnet und sollten nur in Ausnahmefällen angefasst und aus dem Terrarium genommen werden. Unter diesem Aspekt muss gerade in Haushalten mit Kindern im Vorfeld genau abgeklärt werden, welche Erwartungen an das neue Haustier gestellt werden.

Unterbringung und Fütterung

Je nach Art des Exoten unterscheiden sich die Bedürfnisse hinsichtlich Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Terrariengestaltung und Vergesellschaftung beträchtlich. In den Terrarien werden die natürlichen Lebensräume der Reptilien nachempfunden. So gibt es Trocken- oder auch Wüstenterrarien, Waldterrarien, Tropenterrarien und Aquaterrarien. Als wechselwarme Tiere können Reptilien und Amphibien wie Frösche ihre Körpertemperatur nicht aktiv regeln, sondern suchen dazu unterschiedlich warme Bereiche auf, die ein Terrarium ebenfalls bieten muss. Für diese verschiedenen Anforderungen besitzen Terrarien eine relativ aufwendige technische Ausstattung, so z. B. eine Infrarotlampe als Wärmequelle, Geräte zur Erzeugung der richtigen Luftfeuchtigkeit und Zeitschaltuhren für einen optimalen Tag-Nacht-Rhythmus. Die Größe des Terrariums hängt von der Größe der gehaltenen Tiere ab, dennoch wird der Platzbedarf häufig eher unterschätzt. Im Spezial-Fachhandel wird man Sie umfassend beraten. Durch die Glasscheibe des Terrariums lassen sich die Tiere beobachten, ohne sie zu stören. Je nach Reptilienart besteht die bevorzugte Nahrung in erster Linie aus tierischen oder pflanzlichen Komponenten, manche Arten gehören zu den Allesfressern. Vor der Anschaffung ist es ratsam, sich gerade mit diesem Thema genau auseinanderzusetzen, denn die für einige Exoten erforderliche Verfütterung lebender Tiere wie Insekten oder auch kleinen Nagern ist nicht jedermanns Sache. In solchen Fällen sollte man Arten wählen, die sich pflanzlich, also z. B. von Früchten, Blüten oder Salatblättern ernähren.

Erkrankungen von Reptilien

Reptilien erkranken nicht selten aufgrund von Haltungs- und Fütterungsfehlern. Am häufigsten sind Harnwegsinfekte, Nierendysfunktion, Parasitenbefall, Darmerkrankungen, Herz-Kreislauf-Schwäche sowie Probleme mit der Häutung oder den Augen. Als Wildtiere versuchen Exoten, Erkrankungen zu verbergen. Beobachten Sie Ihr Tier daher täglich genau und bringen Sie es bei Auffälligkeiten zu uns in die Klinik. Unsere Reptilien-Spezialisten mit entsprechender Zusatzausbildung finden heraus, was Ihrem Tier fehlt und tun alles Menschenmögliche, um zu helfen. Ihr Exot ist in der KleintierKlinik Hannover somit in den besten Händen.
Unser Fazit: Vor der Anschaffung eines Exoten lassen Sie sich bitte von uns beraten. Darüber hinaus ziehen Sie bitte unbedingt einschlägige Fachliteratur zu Rate, um das passende Tier zu wählen, es artgerecht unterzubringen und optimal zu versorgen.